Hier finden Sie zwei interessante Aufsätze aus unserem ersten Club-Journal I/1998

 Die Clubgeschichte

 Die Modellgeschichte

 

Einige der Gründungsmitglieder am 11.05.97


 Die Clubgeschichte


Am 24. August 1991 fand das erste Parkplatztreffen von Renault-Fuego Freunden in Rehau in der Nähe von Hof statt. Fünf Fuego-Besitzer trafen sich mit der Idee ihre (noch) Alltagsautos nun auch hobbymäßig in den Vordergrund zu rücken. Denn fünf Jahre nach Verkaufsende in Deutschland war der Fuego schon recht selten geworden.

Ein Laie würde jetzt sagen: "Es sind doch aber über 24.000 Fahrzeuge in Deutschland ausgeliefert worden ?" Hört sich viel an, aber wer sich etwas mit Zulassungsstatistiken auskennt weiß, daß diese Zahl für sechs Verkaufsjahre "ein Tropfen auf den heißen Stein" ist. Volkswagen verkauft zum Beispiel diese Stückzahl vom Typ "Golf " in einem MONAT!

Mit dieser niedrigen Verkaufszahl war der Fuego von Anfang an ein Nischenprodukt.

So brachte das beginnende Aussterben dieser seltenen Spezies die Gründung der Interessengemeinschaft "Fuego-Freunde Hof".

Beim 3. Treffen 1991 wenn es schon 7 Autos und 14 Mitglieder.

Um die Interessen der IG "Fuego-Freunde" würdig zu vertreten wurde es 1992 erforderlich, einen Vorsitz zu bestimmen.

Diesen Vorsitz übernahmen ehrenamtlich Alfred und Bärbel Riedelbauch. Sie waren schon seit dem ersten Treffen dabei.

Durch Zeitungsanzeigen über die Clubaktivitäten wurde die Interessengemeinschaft nun auch überregional bekannt. 1992 nahmen 2 Fahrzeuge aus Sachsen und ein Fuego-Fan aus der CSSR an den Treffen in Hof und Umgebung teil,

Hauptanliegen der Clubtreffen waren natürlich die Technik und Pflege der seltenen Sport-Coupes. Kulturelle Ausflüge in die Umgebung und Museumsbesuche standen aber auch auf der Tagesordnung. Aktuelle Informationen über Renault wurden an Clubabenden weitergegeben. Bis Ende 1993 war der Mitgliederstand auf 22 angewachsen.

Aber nicht alle Mitglieder nahmen die Termine der Clubtreffen war, obwohl sie sich angemeldet hatten. So kam es vor, daß es ein ausgeschriebenes Treffen mit einer Beteiligung von 2 Fahrzeugen gab, sehr ärgerlich für den Organisator.

Aber es gibt eben Höhen und Tiefen einer Interessengemeinschaft. Alfred und Bärbel ist es zu verdanken, daß die (noch) lose Verbindung von Fuego-Fans über die Jahre bestehen geblieben ist. 1994 kletterte der Mitgliederstand auf 31 registrierte Fuegobesitzer. Die Clubtreffen waren mit Teilnehmern aus Franken, Sachsen, Thüringen und Hamburg auch überregional gut besucht.

Im Mai 1995 fand ein bemerkenswertes Treffen unter dem Motto 15 Jahre Fuego in Geesthacht bei Hamburg statt. Der Organisator war Axel Einfeldt, der Fuego-Cabrio Konstrukteur.

Er baute von 1983 bis 1985 exklusiv für Deutschland in seinem Renault-Autohaus 12 Fuegos zu Cabriolets um. Der Fuego wurde von Renault nicht als Cabrio hergestellt.

Zur besonderen Freude nahmen an diesem Treffen drei Cabrios teil. Außerdem hatten wir eine internationale Beteiligung von 2 Fuegos aus Holland. Insgesamt wurden 20 Autos registriert, angereist aus ganz Deutschland. Die weiteste Anreise erfolgte vom Bodensee, ca. 900 Kilometer! Das Treffen dauerte 3 Tage. Es war das Größte seit dem Bestehen der IG.

Durch Presseveröffentlichungen in Nordeutschland über das "Fuego-Meeting" bekamen wir Post von Fuego-Fahrern aus Dänemark und Schweden.

Dies alles zeigte uns die neuen Dimensionen, die durch unsere Clubtätigkeit entstanden sind.

Es stellte sich heraus, daß unsere "IG" der einzige "Modellclub" in Europa ist, der sich mit dem Renault Modell -Fuego-beschäftigt.

Diese Erkenntnis bestätigte sich auch 1996 bzw. 1997 durch neue Mitglieder aus Holland, Luxemburg und Belgien, Im Herbst 1996 zählten wir bereits 62 Mitglieder aus 4 Nationen. Wir nahmen 1997 Briefkontakte zu norwegischen Fuego-Fans auf und aus dem Internet erhielten wir einen interessanten Beitrag eines amerikanischen Fuego-Liebhabers.

All diese Aktivitäten forderten viel Zeit und kosteten Geld. In der "IG" wurde diskutiert die Vielzahl der anfallenden Clubaktivitäten auf einen vergrößerten Vorstand aufzuteilen.

Durch die Kontakte zur Renault AG wurde uns; auch klar, daß eine offizielle Eintragung (e.V.) unserer "IG" auf lange Sicht Vorteile bringen würde.

Ein Verein, der sich dem seltenen Modell einer Automobilmarke widmet, der relativ regelmäßig zu Aktivitäten auffordert, der Mitglieder wirbt, verwaltet, deren "Geschäfte" im Rahmen des Vereinslebens regelt, kommt naturgemäß ohne Satzung nicht aus. Darüber hinaus bietet die formale Gründung eines "eingetragenen Vereins" Vorteile und Sicherheiten, insbesondere für diejenigen, die sich die Vereinsführung auferlegen lassen.

Nach Monaten der Diskussion und Vorbereitungen war es dann endlich soweit. Am 10.05.1997 fanden sich 15 IG-Mitglieder bei unserem Fuego-Freund Dieter Wedershoven in Elsdorf ein, um das Fortbestehen der Interessengemeinschaft "Fuego-Freunde" als Verein (e.V.) zu beschließen.

Einstimmig wurde von allen Anwesenden beschlossen: den Verein "Fuego Freunde Club Renault e.V." zu errichten und

ihm die Satzung zu geben, die für die Clubinteressen notwendig ist.

Der Vorstand wurde einstimmig gewählt:

 

1. Vorsitzender:

Alfred Riedelbauch Hof/Franken

 

2. Vorsitzender:

André Petschuleit, Suhl/Thüringen

 

Geschäftsführer:

Dieter Wedershoven, Elsdorf/Rheinland

 

Kassenwartin:

Bärbel Riedelbauch Hof/Franken

 

Schriftführerin:

Kerstin Petschuleit, Suhl/Thüringen

 

Ersatzteilwart:

Steve Caspar Wasserbillig/Luxemburg

Die Finanzierung des Clubs wurde sichergestellt mit einem Jahresbeitrag von 50 DM. Die Mitgliedschaft für Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr ist beitragsfrei um unseren Club für junge Interessenten offen zu halten.

Nach einem langen Diskussionsabend der e.V.-Gründung ging es mit einem Faß frischem "Kölsch" Bier im Partykeller zum gemütlichen Teil über.

Der nächste Höhepunkt war das Fuego-Treffen am 14.06.-15.06.1997 in Holland in der Nähe von Maastricht, organisiert von unserem Fuego-Freund Steffan Kluyt.

30 Fahrzeuge aus 4 Ländern waren angereist. Am Abend stand unsere 2. Mitgliederversammlung im Jahr 1997 auf dem Programm. Unsere holländischen Fuego-Freunde wurden über die Umwandlung unserer Interessengemeinschaft in einen "Eingetragenen Verein" informiert.

Unser Club zählte im Dezember 1997 11 holländische und 2 belgische Mitglieder. Das machte es notwendig einen offiziellen Ansprechpartner in Holland zu benennen. Innerhalb des Clubvorstandes wurde einstimmig beschlossen den Vorstand mit einem Geschäftsführer für -Holland/Belgien- zu erweitern.

       Geschäftsführerin Niederlande/Belgien: Wilma Janssen
  Anne Frank-Str. 15
  NL-5912 HC VENLO
  Tel. 0031-773544835

Auch das Treffen am 26.07.-27.07.1997 in Wasserbillig (Luxemburg) war mit 26 angereisten Autos eines der Größten der Clubgeschichte. Mit Untertützung der örtlichen Renault-Händler Reymond Kremer und Jean Mantz konnte jedem Clubmitglied ein tolles Präsent überreicht werden. Die Betreuung unserer sieben luxemburgischen Mitglieder übernimmt das Vorstandsmitglied Steve Caspar aus Wasserbillig.

Die formale Eintragung unseres Vereins brachte auch eine Aktualisierung unseres Clublogos mit sich. Das neue Clublogo wurde durch die "Corporate Identity" von Renault geprüft und genehmigt. Außerdem erfolgte die offizielle Registrierung unseres e.V. bei der Deutschen Renault AG. Der eingetragene Verein ist eine gute Basis für den Informationsaustausch.

Auf der Mitgliederversammlung in Hof wurde die Vorstandstätigkeit durch die anwesenden Mitglieder bestätigt. Der Verstand bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und freute sich natürlich darüber den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

Der abschließende Höhepunkt des Jahres 1997 war die Teilnahme einer Delegation unseres Clubs beim nationalen Renault und Alpine-Club-Treffen am 01.11.-02.11.97 am Nürburgring.

Schon seit einigen Jahren nehmen die "Fuego-Freunde" am Jahrestreffen der deutschen Renault-Clubs teil.

Der wichtigste Tagesordnungspunkt für uns war der Beitritt unseres Clubs beim "Bundesverband Deutscher Alpine und Renault Clubs" (e.V.). Der Zweck des Bundesverbandes ist die Vermittlung des Austausches von Informationen zwischen den Vereinen sowie zwischen Renault und den Vereinen. Unser Repräsentant im Verband ist der Geschäftsführer Dieter Wedershoven. Die Mitgliedschaft ist übrigens kostenlos.

Damit war das Fuego-Jahr 1997 im Großen und Ganzen abgeschlossen. Aber für 1998 hat unser Club schon wieder einen vollen Terminkalender. 36 Clubtreffen sind seit 1991 organisiert worden und trotzdem freuen wir uns jedesmal nach der Winterpause auf ein Wiedersehen.

 

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Die Modellgeschichte 


Der Renault-Fuego, ein Sportcoupé erster Güte, rasant und rassig wurde von 1980-1985 in Frankreich produziert. Dieses Auto war seiner Zeit voraus, nach aerodynamischen Windkanalwerten konstruiert, hatte er damals bereits die Renault -Infrarot- Fernbedienung für die Zentralverriegelung, ein modernes Sportfahrwerk, eine elektronische Zündanlage, den Bordcomputer mit vielen Funktionen, eine Turbo und eine G-Kat -Ausführung, eben ein faszinierendes Sportcoupé.

Nicht zu vergessen ist das sportliche Design, welches den Fuego als spritzigen Sportwagen erkennen läßt. Die Teilnahme an Tourenwagenrennen in den 80-er Jahren bestätigt das.

Aber auch das Innenraumkonzept des Fuego überzeugt durch großzügiges Platzangebot. Es macht ihn vollalltagstauglich, was auch heute noch nicht auf alle Coupés zutrifft. Alle diese Eigenschaften brachten 1980 dem Renault Fuego das "Goldene Lenkrad" als Auszeichnung, übrigens das erste "Goldene Lenkrad" für ein Renault-Modell.

Versionen / Änderungen:

1980

Vorstellung auf dem Genfer Autosalon als Nachfolger der Sportcoupés Renault 15 und Renault 17
Basisversion TL und GTL 1397cm³ mit 64 PS (nicht in Deutschland erhältlich)
Version TS und GTS mit 1647 cm³ Motor und 96 PS
Topmodell 1980: TX/GTX mit 1995 cm³ Leichtmetallmotor mit 110 PS, Fünfganggetriebe, Zentralverriegelung, Servo, elektrische Fensterheber, Scheinwerferwaschanlage

1983

Turbodieselmotor mit 2,1 l Hubraum und 86 PS (nicht in Deutschland ausgeliefert)
Topmodell Fuego-Turbo 1565 cm³ Hubraum mit 132 PS, 4 Scheibenbremsen, Bordcomputer, elektrische Außenspiegel
neues Cockpit für alle Modelle sowie geänderter Kühlergrill

1984

GTX G-Kat Version mit 2,2 l Injektion-Motor für den amerikanischen Markt

1985

Einführung der GTX 2,2 l G-Kat-Version mit 102 PS in Deutschland
Produktionsende in Frankreich nach 226.583 Fahrzeugen

1986

Verkaufsende in Deutschland nach 24.022 Fahrzeugen
 

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Letzte Änderung am  05.08.2005